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Management

Gemeinsam Visionen verwirklichen

 

Das Bielefelder Unternehmen steht seit 1946 für textiles Einrichten auf höchstem Niveau und hat seine Interior-Kompetenz mit sicherem Gespür für Trends Jahr für Jahr kontinuierlich ausgebaut. Geführt von Stephan und Claus Anstoetz sowie Chris-Jacob Schminnes präsentiert sich das Traditionshaus heute als international agierende Firmengruppe, die durch ein facettenreiches Portfolio exklusiver Wohntextilien, innenliegender Sonnenschutz, Bodenbeläge, Polstermöbel, und Accessoires überzeugt.

Zu den Marken gehören neben den Stofflinien JAB ANSTOETZ Fabrics, Chivasso, Carlucci, Gardisette, Soleil Bleu und climatex® auch die Bodenbelagslinie JAB ANSTOETZ Flooring und Adramaq sowie die Möbellinien BW Bielefelder Werkstätten und ipdesign. Für anspruchsvollen Lifestyle steht auch die Unternehmenstochter Golf House, die mit ihrem hochkarätigen Portfolio aus Equipment und Service zu den führenden Golfeinzelhändlern Europas zählt.

Claus Anstoetz

Claus Anstoetz ist geschäftsführender Gesellschafter der JAB ANSTOETZ Group und seit 1989 im Unternehmen aktiv.

Stephan Anstoetz

Stephan Anstoetz ist geschäftsführender Gesellschafter der JAB ANSTOETZ Group und seit 1991 im Unternehmen aktiv.

Chris-Jacob Schminnes

Chris-Jacob Schminnes ist Geschäftsführer der JAB ANSTOETZ Group und seit 1989 im Unternehmen aktiv.

Wir feiern Zukunft mit Verantwortung -
die Geschäftsleitung im Jubiläumsinterview


Die JAB ANSTOETZ Group feiert in diesem Jahr ihr 80-jähriges Jubiläum. Zugleich werden die Bielefelder Werkstätten 70 Jahre alt – was bedeutet Ihnen dieses doppelte Jubiläum?

Claus Anstoetz: Für mich ist das Jubiläum ein willkommener Anlass, um uns bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu bedanken und gemeinsam zu feiern. Ich freue mich sehr, dass wir nach all den Jahren nichts von unserer gestalterischen Neugier verloren haben. Das Jubiläum steht für Erfahrung und Kontinuität. Daran wollen wir anknüpfen und uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass wir Menschen mit unseren Sortimenten und Leidenschaft inspirieren.

Stephan Anstoetz: Ich freue mich, dass wir unsere Wurzeln in der Region pflegen und zugleich als international agierender Arbeitgeber wahrgenommen werden. Wir sind Teil der Stadtgesellschaft, engagieren uns in der Region und setzen uns für ein starkes soziales Miteinander ein – im Unternehmen ebenso wie mit Partnern und Lieferanten weltweit.

Chris-Jacob Schminnes: Über die Jahre haben wir unser Markenportfolio konsequent weiterentwickelt und neue Märkte erschlossen. Unser Sortiment umfasst heute Dekorations- und Möbelstoffe, Tapeten, Sicht- und Sonnenschutz, Akustiklösungen, Polstermöbel und Polsterbetten, Teppiche, Teppichböden sowie LVT-Designbeläge. Dass wir dabei unsere Handschrift immer klar darstellen und inzwischen in mehr als 80 Ländern agieren, ist für mich ein starkes Zeichen.


Das Jubiläum der JAB ANSTOETZ Group steht unter dem Motto „80 Colourful Years“. Was verbirgt sich dahinter?

Claus Anstoetz: Farbe und Raumstimmung sind untrennbar miteinander verbunden. Die Farbvielfalt unserer Sortimente gehört zur DNA von JAB ANSTOETZ und zieht sich wie ein roter Faden durch unsere 80-jährige Geschichte. Wir legen nicht nur Wert auf breite, sondern auch fein nuancierte Farbpaletten – und das bei jedem Artikel. Damit haben wir uns einen Namen in der Design-Community gemacht.


Wie groß kann eine solche Farbwelt heute werden?

Claus Anstoetz: Bei erfolgreichen Uni-Qualitäten sehr groß. So ist unser Velvet „Tizian“ in 199 Farben erhältlich, der Bezugsstoff „Hot Madison“ von Chivasso sogar in 243 Farben. Man kann sagen, wenn Look und Gebrauchseigenschaften überzeugen, wächst der Wunsch nach mehr Kolorits. Dazu wollen wir Trends aufgreifen, weshalb unsere Designer*innen Farbpaletten nicht nur erweitern, sondern auch regelmäßig modernisieren.


Sie sprechen oft nicht nur über Produkte, sondern über Wohnen als Ganzes. Was macht für Sie das Zuhause wirklich aus?

Chris-Jacob Schminnes: Wenn sich Bewohner in ihm wiederfinden und sich geborgen fühlen. Genau darin sehe ich die Aufgabe von Design: Kollektionen zu entwickeln, die emotional berühren und funktional überzeugen. Textilien spielen dabei eine zentrale Rolle, denn sie schaffen Atmosphäre, verbessern die Akustik und sorgen für spürbaren Komfort. Wir verstehen Wohnen ganzheitlich – vom Stoff über das Polstermöbel bis zum Teppich.


Die Gruppe wird als „The Design Company“ gesehen. Was bedeutet dieser Anspruch konkret?

Claus Anstoetz: Design entsteht im Zusammenspiel vieler Disziplinen, Perspektiven und Handschriften. Wir arbeiten mit zahlreichen internen und externen Designer:innen zusammen. Sie denken unsere Kollektionen immer wieder neu, idealerweise auch produktübergreifend. Ein Beispiel hierfür ist die Designerin Lucy Koldova. Sie hat für uns Innovationen in den Bereichen Polstermöbel und Teppiche entworfen. Bald werden Stoffe folgen. So entsteht eine außergewöhnliche Vielfalt an Formen, Mustern und Stilwelten, ohne dass der rote Faden verloren geht. Das sehe ich als unsere Stärke: dass wir Internationalität und kreative Offenheit verbinden. Am Ende soll jede Kollektion inspirieren und Orientierung geben.


Herr Schminnes, Sie verantworten das internationale Geschäft. Was fällt Ihnen als Erstes auf, wenn Sie auf die Gruppe blicken?

Chris-Jacob Schminnes: Wir möchten ein verlässlicher Partner sein und kundenorientiert handeln. Das ist national wie auch international relevant. In vielen Märkten werden heute hoch individuelle Lösungen gesucht. Genau darin liegt unsere Stärke. Es geht darum, in bestehenden und neuen Märkten und bei den richtigen Zielgruppen relevant zu sein.


Ein aktueller Meilenstein ist der Relaunch von BW Bielefelder Werkstätten zu BW Bespoke Works. Warum ist das gerade jetzt der richtige Schritt?

Claus Anstoetz: Weil sich gerade im Jubiläumsjahr zeigt, wie eng bei uns Herkunft und Weiterentwicklung miteinander verbunden sind. Mit „BW Bespoke Works” wird international präziser benannt, wofür die Marke seit jeher steht: maßgeschneiderte Lösungen, meisterhafte Fertigung, außergewöhnlicher Komfort und eine moderne gestalterische Handschrift. Der Relaunch übersetzt die Stärken der Marke in eine international verständliche Sprache.


Was verändert sich dadurch konkret im internationalen Kontext?

Chris-Jacob Schminnes: Wir lösen Komplexität auf. Mit neuem Logo, Claim, neuer Bildsprache und Kampagne erreichen wir unsere Zielgruppen noch besser.


Wo sehen Sie in der JAB ANSTOETZ Group die wichtigsten Entwicklungsschritte der vergangenen Jahre?

Claus Anstoetz: Ein wichtiger Bereich ist sicherlich die Akustik. Die Anforderungen an Räume haben sich sowohl im Büro als auch im privaten Umfeld stark verändert. Darauf gestalterisch anspruchsvoll zu reagieren, war ein bedeutender Schritt. Bei der Entwicklung akustisch wirksamer Vorhangsysteme und Paneele haben wir mit dem Büro Aisslinger einen Partner gewählt, der hervorragend zu uns passt. Hinzu kommen Projekte wie die Handtuft-Teppichkollektion ICONS, in der Handschriften international renommierter Designerinnen und Designer zusammenfinden. Diesen Weg wollen wir weitergehen.


Was ist die Voraussetzung dafür, dass Wachstum auch künftig möglich ist?

Chris-Jacob Schminnes: Die Kundinnen und Kunden müssen im Zentrum stehen. Das klingt einfach, hat aber weitreichende Folgen. Es beeinflusst die Produktentwicklung ebenso wie den Service, die Markenführung und die gesamte Wertschöpfungskette. Wachstum entsteht nur aus Relevanz. Deshalb prüfen wir sehr genau, welche Partnerschaften sinnvoll sind und welche Schritte die Kompetenz der Gruppe tatsächlich stärken.


Herr Anstoetz, Sie verantworten Personal und Unternehmenskultur: Was braucht ein Unternehmen, um über die Jahre wandlungsfähig zu bleiben?

Stephan Anstoetz: Ein Unternehmen kann sich gut weiterentwickeln, wenn die Mitarbeitenden verstehen, wohin die Reise geht und welchen Beitrag sie dazu leisten können. Mir ist es wichtig, persönliche Stärken zu erkennen und konkrete Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Zu diesem Zweck haben wir im Unternehmen viele Programme entwickelt, mit denen wir die Mitarbeitenden unterstützen.


Wie wird das im Alltag konkret?

Stephan Anstoetz: Wir bieten Aus- und Fortbildungen, Sprachkurse und Gesundheitsförderungen. Unsere Betriebssportgruppe wächst kontinuierlich. Wir bilden rund 50 junge Menschen in den Berufsfeldern Kauffrau und Kaufmann, Handwerk, IT und Mediengestaltung aus. Seit vielen Jahren betreiben wir auch eine hauseigene Kita. Dort gibt es lange Wartelisten. Es freut mich sehr, dass Auszeichnungen wie „Top Company“ von Kununu, „Best Place to Learn“ von AUBI plus oder „Ausgezeichnet familienfreundlich“ der Stadt Bielefeld unsere Arbeit bestätigen.


Die Arbeitswelt verändert sich spürbar. Welche Themen beschäftigen Sie aktuell am stärksten?

Stephan Anstoetz: Talentgewinnung, Entwicklungsmöglichkeiten, Gesundheit am Arbeitsplatz und die Frage, wie wir als Arbeitgeber attraktiv bleiben können. All diese Themen hängen zusammen. Heute suchen Menschen nicht nur Sicherheit, sondern auch Sinn und ein Umfeld, in dem sie wahrgenommen werden. Hier können wir als Familienunternehmen in jedem Fall punkten.


Welche Themen spielen bei der weiteren Entwicklung der Unternehmensgruppe eine wichtige Rolle?

Stephan Anstoetz: Wir beschäftigen uns kontinuierlich mit der Frage, wie wir unsere internen Abläufe und unsere Zusammenarbeit weiterentwickeln können. Dabei spielen unterschiedliche Bereiche eine Rolle, von unseren Standorten und Prozessen bis hin zur Produktentwicklung. Wichtig ist für uns, Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen, Anforderungen regelmäßig zu überprüfen und daraus konkrete Schritte für unser Unternehmen abzuleiten.


Was sind die Werte, die die JAB ANSTOETZ Group im Kern zusammenhalten?

Claus Anstoetz: Werte müssen im Alltag erlebbar sein, sonst bleiben sie bloße Behauptungen. Wir möchten ein verlässlicher Partner sein, für unsere Kunden und Lieferanten weltweit ebenso wie für unsere Mitarbeitenden im Unternehmen. Dass wir uns als Familienunternehmen in 80 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt haben, ist für mich ein zentraler Teil unserer Identität. Wir sind international präsent und zugleich fest mit unserer Region verbunden. Diese Kombination aus Weltoffenheit und Bodenhaftung prägt uns bis heute.


Was wünschen Sie sich für die nächsten Jahre?

Stephan Anstoetz: Dass wir als Familienunternehmen offen bleiben und zugleich präzise in dem, was uns ausmacht. Unternehmen mit Geschichte bewegen sich immer im Spannungsfeld von Bewahren und Erneuern. Wichtig ist, dass wir die Menschen im Haus mitnehmen. Das liegt mir sehr am Herzen.


Wo lässt sich die Welt der JAB ANSTOETZ Group heute am besten erleben?

Claus Anstoetz: Besuchen Sie unsere Geschäftspartner! Gehen Sie zu Raumausstattern, in ein Einrichtungshaus oder zu einem Interior Designer in Ihrer Nähe. Hier werden Sie mit Herzblut und textiler Leidenschaft beraten. Mit unseren Showrooms sind wir in vielen großen Metropolen vertreten. Hier erleben Sie die Bandbreite unserer Sortimente und den ganz besonderen Spirit der JAB ANSTOETZ Group. Auch unser jüngst eröffneter Showroom in Hamburg, den Sie im Springerquartier finden, ist einen Besuch wert.